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Die 10 meistverkauften deutschen Autos 2025 — und was sie wirklich verbrauchen

30. August 2026 · 14 Min. Lesezeit

2025 wurden in Deutschland 2.857.591 Pkw neu zugelassen, 1,4 % mehr als im Jahr davor. Welche Modelle vorn liegen, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt Jahr für Jahr — die interessantere Frage stellt niemand: Was kosten diese Autos im Alltag, was verbrauchen sie wirklich, und was geht bei ihnen kaputt? Dieser Artikel legt drei Datenquellen übereinander: die amtlichen KBA-Zulassungszahlen für 2025, die gemessenen Verbrauchswerte aus dem ADAC-Ecotest und die dokumentierten Schwachstellen aus der verifizierten Fahrzeug-Wissensdatenbank, die wir für die Brimly-App pflegen.

Die Top 10 der deutschen Marken 2025

Alle Zahlen sind Neuzulassungen im Kalenderjahr 2025 aus der KBA-Statistik FZ 10.1 (Marken und Modellreihen), in Klammern die Veränderung gegenüber 2024:

  1. VW Golf — 85.023 (−15,1 %)
  2. VW T-Roc — 78.264 (+3,8 %)
  3. VW Tiguan — 63.316 (−5,6 %)
  4. Opel Corsa — 48.581 (+11,8 %)
  5. BMW X1 — 47.143 (+26,9 %)
  6. VW Passat — 44.609 (−6,5 %)
  7. BMW 5er — 37.643 (+41,1 %)
  8. Audi A6 — 37.505 (+45,2 %)
  9. Mercedes GLC — 37.146 (+14,9 %)
  10. Opel Astra — 34.928 (−26,6 %)

Zwei Autos fehlen in dieser Liste, die in der Gesamtwertung des Marktes drinstehen: der Škoda Octavia (44.890) und der Seat Leon (38.425) — beide aus dem VW-Konzern, beide keine deutschen Marken. Dazu der Mini (34.647), der zwar zur BMW Group gehört, aber britisch bleibt. Rechnet man sie mit, liegen im Gesamtranking Octavia auf Platz 6 und Leon auf Platz 8. Wer nur die deutschen Marken zählt, bekommt die Liste oben.

Nach Marken bleibt VW mit 19,6 % Marktanteil das Maß der Dinge, dahinter Mercedes (9,1 %), BMW (8,9 %), Audi (7,2 %) und Opel (4,8 %). Der Golf verliert 15 %, hält aber einen Vorsprung von fast 7.000 Autos auf den T-Roc — der große Umbruch findet nicht im Ranking statt, sondern unter der Motorhaube.

Der Antriebsmix ist die eigentliche Nachricht

Die KBA-Tabelle schlüsselt jedes Modell nach Antrieb auf, und dort steht die Geschichte des Jahres. In der Oberklasse ist der reine Verbrenner statistisch praktisch verschwunden — nicht weil niemand mehr Diesel fährt, sondern weil fast jeder Diesel und Benziner dort ein 48-Volt-Mildhybridsystem an Bord hat und deshalb als Hybrid gezählt wird:

  • BMW 5er: exakt ein Auto von 37.643 lief 2025 als reiner Verbrenner vom Band. 13.817 Diesel-Hybride, 13.349 Benzin-Hybride, 11.485 Plug-in-Hybride und 10.476 vollelektrische i5 (27,8 %).
  • Mercedes GLC: 23.223 Diesel-Hybride, 11.014 Plug-in-Hybride — und 37.141 von 37.146 Fahrzeugen mit Allradantrieb. Der GLC ist in Deutschland faktisch nur als 4MATIC ein Thema.
  • Audi A6: 13.778 Neuzulassungen (36,7 %) sind vollelektrisch — der A6 e-tron läuft in der KBA-Statistik unter derselben Modellreihe. Reine Benziner: 818 Stück, reine Diesel: 28.
  • BMW X1: mit 40,2 % BEV-Anteil (18.957 iX1) das elektrischste Auto der Top 10.
  • Am anderen Ende: VW T-Roc mit 86,7 % reinen Benzinern, Polo und T-Cross sogar mit 100 % — Kleinwagen bleiben Verbrenner.

Der Diesel lebt genau dort weiter, wo Kilometer anfallen: Passat (24.824 reine Diesel, 55,6 %), Tiguan (23.706) und, außer Konkurrenz, der Octavia mit 58,8 % Dieselanteil. Über den Gesamtmarkt gerechnet liegt der Diesel bei 13,8 %, Benzin bei 27,2 %, Hybride bei 39,5 % und reine Elektroautos bei 19,1 % (545.142 Neuzulassungen, +43,2 %). Plug-in-Hybride sind mit +62,3 % die am schnellsten wachsende Gruppe — und genau die mit dem größten Problem beim Verbrauch.

Was diese Autos wirklich verbrauchen

Die WLTP-Angabe im Prospekt ist kein Betrug, aber sie ist ein Laborwert. Wie weit er neben der Realität liegt, ist inzwischen amtlich messbar: Seit 2021 funken Neuwagen ihren tatsächlichen Verbrauch über den OBFCM-Zähler an die EU. Die ICCT-Auswertung von rund 8 Millionen Fahrzeugen (Zulassungen 2021–2023) kommt auf einen Abstand von 18 bis 19 % zwischen Werksangabe und Straße — bei Benzinern, Dieseln, Mild- und Vollhybriden.

Bei Plug-in-Hybriden ist es keine Abweichung mehr, sondern eine andere Größenordnung: Ihre realen CO₂-Emissionen lagen 2023 im Schnitt rund fünfmal über dem WLTP-Wert, Tendenz weiter steigend. Der Grund ist banal — die Autos werden seltener geladen und seltener elektrisch gefahren, als das Testverfahren unterstellt. Für die Top 10 ist das keine Randnotiz: Tiguan (15.315), Passat (11.922), 5er (11.485) und GLC (11.014) verkaufen sich zu einem Viertel bis knapp einem Drittel als PHEV. Wer so ein Auto als Dienstwagen fährt und die Ladekarte nie benutzt, bewegt einen 1,9-Tonnen-Benziner mit einer leeren Batterie im Unterboden.

Deshalb stehen unten überall die Ecotest-Werte des ADAC statt der Prospektzahlen: ein standardisierter Messzyklus mit Stadt-, Land- und Autobahnanteil, gefahren am realen Auto. Und weil Verbrauch erst als Geld wehtut, hier der Umrechnungsfaktor für 2025: Super E10 kostete im Jahresmittel 1,69 €/l, Diesel 1,61 €/l (ADAC-Jahresauswertung). Bei 15.000 km im Jahr sind das rund 1.750 € für einen T-Roc mit 6,9 l und rund 1.250 € für einen Passat TDI mit 5,2 l — ein Unterschied von 500 € pro Jahr, allein an der Zapfsäule.

1. VW Golf — 85.023 Neuzulassungen

Der Golf verliert 15 % und bleibt trotzdem mit Abstand die Nummer eins. Sein Antriebsmix ist der ausgewogenste im ganzen Feld: 33.819 reine Benziner, 32.889 Benzin-Hybride (überwiegend eTSI mit 48 Volt), 18.314 Diesel, 6.620 Plug-in-Hybride.

Verbrauch: Der 1.5 eTSI mit DSG kommt im ADAC-Ecotest auf 6,1 l/100 km — 6,3 innerorts, 5,2 außerorts, 7,4 auf der Autobahn. Das ist ein ehrlicher Alltagswert für einen Kompakten mit 150 PS; der GTI landet real knapp über 10 l.

Schwachstellen: Beim Mk7/Mk7.5 ist es die Trockenkupplungs-DSG DQ200 — Rupfen beim Anfahren und Mechatronikfehler, typischerweise ab 60.000 km. Dazu Ölverbrauch beim GTI, Verkokung der Einlassventile ab etwa 80.000 km (bauartbedingt bei Direkteinspritzung) und undichte Kunststoffgehäuse von Wasserpumpe und Thermostat. Beim Mk8 sind es andere Baustellen: das Ruckeln des 1.5 TSI bei niedriger Last, einfrierende MIB3-Infotainment-Einheiten und 12-Volt-/Start-Stopp-Zicken.

Wartung: Öl und Filter alle 15.000 km beziehungsweise jährlich, bei Kurzstrecke auf 10.000 km verkürzen. DSG-Ölwechsel alle 60.000 km — beim Nassläufer DQ381 Pflicht, beim DQ200 die billigste Lebensversicherung, die es für dieses Getriebe gibt. Alle dokumentierten Punkte stehen im Golf-Eintrag unseres Modellverzeichnisses (auf Englisch).

2. VW T-Roc — 78.264 Neuzulassungen

Der einzige echte Aufsteiger unter den Volumenmodellen: +3,8 % und damit näher am Golf als je zuvor. Er ist auch das konservativste Auto der Top 10 — 86,7 % reine Benziner, 11 % Diesel, nur 1.783 Hybride (das neue Modell mit eTSI und Vollhybrid kam erst gegen Jahresende in Fahrt).

Verbrauch: 1.5 TSI mit DSG im Ecotest 6,9 l/100 km (6,9 innerorts, 6,1 außerorts, 8,0 Autobahn). Rund 0,8 l mehr als der Golf mit demselben Motor — das ist der Preis für Stirnfläche und Gewicht des SUV-Aufbaus, und er ist ehrlicher als jede Prospektdifferenz: umgerechnet rund 200 € pro Jahr.

Schwachstellen: Technisch ein Golf, also dieselbe Liste — DQ200-Mechatronik ab etwa 60.000 km, Kaltstart-Ruckeln des 1.5 TSI, Ventilverkokung und das Thermostatgehäuse. Die gute Nachricht kommt vom TÜV: Im TÜV-Report 2026 liegt der T-Roc bei den 2- bis 3-Jährigen mit 3,0 % Mängelquote auf dem dritten Platz aller 216 bewerteten Modelle. Bestseller und Musterschüler zugleich — das ist selten.

3. VW Tiguan — 63.316 Neuzulassungen

Der meistverkaufte Familien-SUV des Landes, und der mit dem gemischtesten Antriebsangebot: 33.732 Benzin-Hybride, 23.706 reine Diesel, 15.315 Plug-in-Hybride — fast ein Viertel. 14.991 Fahrzeuge haben 4Motion.

Verbrauch: Der 2.0 TDI liegt in den ADAC-Tests je nach Ausstattung und Antriebsart zwischen 6,0 und 6,7 l/100 km — Allrad und große Räder kosten real gut einen halben Liter. Beim eHybrid entscheidet allein die Steckdose: geladen ein Zweiliter-Auto, ungeladen ein schwerer Benziner mit gut 8 l.

Schwachstellen: Beim zweiten Tiguan (AD1) DSG-Mechatronik und Ruckeln im Stop-and-go ab 60.000 km, Ölverbrauch des 2.0 TSI, das übliche Wasserpumpen-/Thermostatthema und Ventilverkokung ab 80.000 km. Der teuerste Fehler ist ein vernachlässigter Haldex-Allrad: Öl und Filter der Kupplung gehören alle 60.000 km getauscht, sonst stirbt die Kupplung leise und teuer. Die dritte Generation fällt bisher nur mit Software-Kinderkrankheiten auf.

4. Opel Corsa — 48.581 Neuzulassungen

Der meistverkaufte Kleinwagen und der größte Gewinner im Feld (+11,8 %). Bemerkenswert: Der Diesel ist hier erledigt — 24 Stück im ganzen Jahr. Dafür 6.804 Corsa-e (14,0 % BEV) und 8.466 Mildhybride.

Verbrauch: 1.2 DI Turbo im Ecotest 5,4 l/100 km (5,5 innerorts, 4,8 außerorts, 6,3 Autobahn). Der 48-Volt-Hybrid mit eDCT ist innerorts gleichauf, auf der Autobahn mit 7,0 l sogar durstiger — Mildhybride helfen im Stadtverkehr, nicht bei Tempo 130.

Schwachstellen: Ein Punkt überstrahlt alles. Der 1.2 PureTech Turbo hat einen Zahnriemen, der im Ölbad läuft. Zersetzt er sich, verstopfen die Riemenpartikel den Ölsaugkorb — Motorschaden. Betroffen sind vor allem Motoren vor der Umstellung auf die verbesserte Riemengeneration; Stellantis hat die Baureihe deshalb zurückgerufen. Die Lösung: Öl jährlich oder alle 10.000 km, exakt nach PSA-Spezifikation, niemals strecken — und ein Ölwechselintervall, das dir jemand als "Longlife" verkauft, hier bewusst ignorieren. Wer das Ticken oder einen Ölverlust an der Riemenabdeckung bemerkt, fährt nicht weiter. Ansonsten: DPF-/AGR-Verstopfung bei den letzten Dieseln, Elektronikmacken beim Infotainment.

5. BMW X1 — 47.143 Neuzulassungen

+26,9 % und damit der erfolgreichste BMW des Landes. Der Antriebsmix ist der modernste der Top 10: 18.957 iX1 (40,2 %), 16.017 Benzin-Mildhybride, 7.486 Plug-ins, 6.904 Diesel-Hybride — nur noch 3.290 reine Benziner und 1.975 reine Diesel.

Verbrauch: Der Vorgänger sDrive18d kam im Ecotest auf 5,9 l/100 km; aktuelle Benziner der U11-Generation liegen real eher bei 7 l. Beim iX1 gilt die Faustregel aller ADAC-Elektromessungen: Der Verbrauch inklusive Ladeverluste liegt spürbar über der Bordcomputer-Anzeige — rechne mit 18 bis 22 kWh/100 km statt der Prospekt-16.

Schwachstellen: Beim F48 (2015–2022) drei bekannte Punkte: DPF- und AGR-Verstopfung beim 2.0d im Kurzstreckenbetrieb ab etwa 80.000 km, die undichte Dichtung des Ölfiltergehäuses ab etwa 90.000 km (das Öl läuft von dort gern auf den Riementrieb) und Steuerkettenverschleiß ab etwa 120.000 km. Der aktuelle U11 fällt bisher nur durch Software und das Anfahrverhalten des 7-Gang-DKG auf.

Wartung: BMWs zustandsabhängiger Service (CBS) streckt das Ölintervall gern weit über 20.000 km. Für Turbomotor und Steuerkette sind feste 15.000 km beziehungsweise ein Jahr die deutlich freundlichere Variante — der Unterschied kostet einen Ölwechsel und spart im Zweifel eine Kette.

6. VW Passat — 44.609 Neuzulassungen

Der Dienstwagen-Klassiker, inzwischen nur noch als Variant zu haben, und das dieselstärkste deutsche Modell der Top 10: 24.824 reine Diesel (55,6 %), dazu 19.147 Benzin-Hybride und 11.922 Plug-ins. Reine Benziner: 619 Stück.

Verbrauch: Der 2.0 TDI als Variant liegt in den ADAC-Ecotests je nach Baujahr und Getriebe bei 4,7 bis 5,2 l/100 km — ein Mittelklasse-Kombi, der real unter fünf Liter fahren kann, ist immer noch das effizienteste Langstreckenangebot auf dem Markt. Bei 30.000 km Jahresfahrleistung sind das rund 2.500 € Diesel.

Schwachstellen: Beim B8 die bekannte Kombination aus DQ200-Verschleiß, Ruckeln des 1.5 TSI EVO bei niedriger Last, DPF-/AGR-Verstopfung der TDI im Kurzstreckenbetrieb ab etwa 80.000 km und Ölverbrauch/Verkokung beim EA888 ab etwa 90.000 km. Der aktuelle B9 zeigt bisher nur Software- und Fahrbarkeitsthemen.

Wartung: VWs LongLife-Anzeige darf bis rund 30.000 km oder zwei Jahre laufen. Für einen turbogeladenen Direkteinspritzer im Pendlerbetrieb ist das die Obergrenze dessen, was die Norm erlaubt, nicht das, was dem Motor guttut — feste 15.000 km sind die sichere Wahl. Eine vollständige Intervall-Liste nach Kilometerstand steht in unserem Wartungsplan.

7. BMW 5er — 37.643 Neuzulassungen

Der größte Sprung im Feld: +41,1 %, getragen von der noch jungen G60-Generation samt vollelektrischem i5 (10.476 Autos, 27,8 %). Reine Verbrenner gibt es hier praktisch nicht mehr — jeder Benziner und Diesel fährt mit 48-Volt-Unterstützung, dazu 11.485 Plug-in-Hybride.

Verbrauch: Der 520d schafft im ADAC-Ecotest 5,3 l/100 km als Limousine und 5,6 l als Touring (5,8/4,6/6,1 beziehungsweise 5,9/4,8/6,5). Für eine 2-Tonnen-Businesslimousine ist das bemerkenswert — und zugleich der Beleg dafür, dass der moderne Diesel auf der Langstrecke noch nicht abgelöst ist.

Schwachstellen: Der G60 ist neu, und seine Liste besteht aus Rückrufen statt Verschleiß: ein gebrochenes Doppelkreuzgelenk in der Lenkspindel bei Fahrzeugen aus der Produktion Juni–September 2024, mehrere Aktionen zum integrierten Bremssystem (Ausfall der Bremskraftunterstützung samt ABS/DSC) und im Frühjahr 2026 eine weltweite Aktion zu einem scheuernden Cockpit-Kabelbaum mit Brandrisiko. Die Lösung: FIN beim Händler oder im KBA-Rückrufportal prüfen und die Maßnahmen kostenlos durchführen lassen. Dazu ein Alltagsärgernis: Die 12-Volt-Batterie entlädt sich bei längerer Standzeit spürbar — mit über 45 % ist die Starterbatterie ohnehin die häufigste Pannenursache in der ADAC-Pannenstatistik 2026.

8. Audi A6 — 37.505 Neuzulassungen

+45,2 % — der stärkste Zuwachs der ganzen Liste, und er hat einen einfachen Grund: Der A6 e-tron läuft in derselben Modellreihe und steuert 13.778 Zulassungen bei (36,7 %). Dazu 11.878 Diesel-Hybride, 11.003 Benzin-Hybride und 4.833 Plug-ins; 65 % aller A6 haben quattro.

Verbrauch: Der A6 Avant e-tron kommt im ADAC-Ecotest auf 17,9 kWh/100 km inklusive Ladeverlusten und gewann den Winter-Reichweitentest des ADAC — im Winter waren es 23,2 kWh. Beim 40 TDI liegen gemessene Werte um 4,6 l/100 km auf der Standardrunde. Anders gesagt: Beide Antriebe kosten bei 15.000 km im Jahr eine ähnliche Summe, sobald man Haushaltsstrom gegen Dieselpreis rechnet — der Unterschied entsteht am Schnelllader.

Schwachstellen: Der C8 gilt als der solideste A6 seit langem; die ZF-Achtstufenautomatik und das 48-Volt-System fallen kaum auf. Was bleibt, ist ein über die Jahre steigender Ölverbrauch, der regelmäßige Kontrolle verlangt, und die klassischen Diesel-Verschleißposten bei hoher Laufleistung: Injektoren, Turbolader, AGR. Am V6-Kettentrieb wird selten etwas fällig — wenn doch, wird es vierstellig.

9. Mercedes GLC — 37.146 Neuzulassungen

Der meistverkaufte Mercedes, +14,9 %, und der Rekordhalter für Eindeutigkeit: 99,99 % Allradanteil. 23.223 Diesel-Hybride, 13.913 Benzin-Hybride, 11.014 Plug-ins — reine Verbrenner: sieben Stück im ganzen Jahr.

Verbrauch: Der GLC 220d lag im Ecotest je nach Generation bei 5,9 bis 6,6 l/100 km. Beim 300e gilt dieselbe PHEV-Regel wie beim Tiguan: Ohne Ladedisziplin schleppst du 500 kg Technik spazieren.

Schwachstellen: Beim X253 (2015–2022) DPF- und AGR-Verstopfung im Kurzstreckenbetrieb ab etwa 60.000 km, Verschleiß der Luftfederung (AIR BODY CONTROL) ab etwa 90.000 km und Steuerkettenlängung beim frühen OM651-Diesel bei sehr hoher Laufleistung. Beim aktuellen X254 sind es 48-Volt- und 12-Volt-Elektrikfehler, die schon bei niedriger Laufleistung auftreten können, dazu MBUX-Software.

Wartung: ASSYST Plus rechnet flexibel und kann bis etwa 25.000 km oder zwei Jahre gehen. Bei den Turbodieseln ist ein fester Jahreswechsel die bessere Wahl — insbesondere, wenn das Auto überwiegend kurze Strecken fährt und der Partikelfilter selten freibrennt.

10. Opel Astra — 34.928 Neuzulassungen

Der große Verlierer des Jahres: −26,6 %, fast 13.000 Autos weniger als 2024 — und damit hauptverantwortlich dafür, dass Opel als Marke 7,9 % verloren hat. Der Mix bleibt klassisch: 21.836 reine Benziner (62,5 %), 6.289 Diesel, 2.210 Plug-ins, 2.050 Astra Electric.

Verbrauch: 1.2 DI Turbo im Ecotest 5,4 l/100 km (5,7 innerorts, 4,8 außerorts, 6,2 Autobahn) — für einen Kompakten mit 130 PS ein guter Wert, fast exakt auf Corsa-Niveau.

Schwachstellen: Beim aktuellen Astra L derselbe kritische Punkt wie beim Corsa — der Nasszahnriemen des 1.2 PureTech und die daran hängende Ölwechseldisziplin. Beim Vorgänger Astra K (noch GM-Technik) sind es Steuerkette und Kettenspanner der Turbobenziner ab etwa 60.000 km, Wasserpumpenschäden und bei den Dieseln die übliche DPF-/AGR-/Injektoren-Trias.

Fast deutsch: Octavia, Leon, Mini

Drei Modelle prägen den deutschen Markt mit, tauchen in der Liste oben aber nicht auf. Der Škoda Octavia (44.890) wäre Platz 6 und ist das dieselstärkste Volumenmodell des Landes: 58,8 % TDI. Der Seat Leon (38.425) wäre Platz 8, mit 21.586 Benzin-Hybriden und 9.059 Plug-ins. Technisch sind beide MQB-Verwandte von Golf und Passat — dieselben DSG, dieselben TSI und TDI, dieselben Schwachstellen. Und der Mini (34.647) fährt zu 44,7 % elektrisch und holte im TÜV-Report 2026 als Cooper SE mit 3,5 % Mängelquote den besten Wert unter allen Elektroautos.

Was das für dein Auto heißt

Aus zehn Modellen mit sehr unterschiedlicher Technik lassen sich drei Regeln ableiten, die auf alle zutreffen:

  • Das Ölintervall ist die billigste Versicherung, die du hast. DQ200-Rupfen, Nasszahnriemen, Steuerkettenlängung, Ölfiltergehäuse — die teuersten Posten in diesem Artikel hängen alle am selben Faden. Flexible Serviceanzeigen (LongLife, CBS, ASSYST) sind Obergrenzen, keine Empfehlungen; wer viel Kurzstrecke fährt, halbiert.
  • Der Prospektwert gehört dir nicht. 18 bis 19 % Abstand bei Verbrennern und Hybriden, ein Vielfaches bei ungeladenen Plug-ins — deinen echten Verbrauch kennst du erst, wenn du ein paar Tankfüllungen mitgeschrieben hast. Wie stark der eigene Fahrstil daran dreht, haben wir separat durchgerechnet.
  • Ein dokumentiertes Auto ist beim Verkauf und in der Werkstatt mehr wert. Ein lückenloses Serviceheft dreht das Informationsgefälle um — dazu gibt es unseren Leitfaden gegen Abzocke in der Werkstatt. Und wer die Motorwarnleuchte selbst auslesen will, findet die Anleitung zum OBD2-Adapter am iPhone.

Genau dafür ist Brimly gebaut: Tankbelege rein, echter Verbrauch raus — inklusive Vergleich mit der Werksangabe deiner exakten Motorisierung, mit Wartungserinnerungen, die vor dem typischen Ausfallfenster warnen, statt danach. Die dokumentierten Schwachstellen aller hier genannten Modelle stehen im Modellverzeichnis (auf Englisch), und der kostenlose KI-Assistent beantwortet Fragen zu deinem konkreten Auto — auch ohne die App.

Die Verbrauchsangabe im Prospekt gilt für ein Auto, das es nicht gibt: deins. Brimly rechnet deinen echten Verbrauch aus deinen Tankbelegen, vergleicht ihn mit der Werksangabe deiner exakten Motorisierung und erinnert dich an die Wartung, bevor das typische Ausfallfenster erreicht ist.

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